Aufbau ZahnimplantatEin Zahn kann schnell verloren gehen: Eine Zahnfleischerkrankung oder ein Unfall und schon ist der Seitenzahn abgebrochen und der Gang zu einem Zahnarzt unabdingbar. Zur erfolgreichsten prothetischen Versorgung haben sich in solchen Fällen Implantate erwiesen. Schätzungen der Deutschen Gesellschaft für Implantologie zufolge, lassen sich jedes Jahr allein hierzulande etwa eine Million Menschen ein Implantat einsetzen – viele davon in Hamburg. Implantate sind ein bewährter sowie komfortabler Ersatz für fehlende Zähne. Nicht zuletzt sprechen auch medizinische Gründe für die künstliche Zahnwurzel.

Wann sind Zahnimplantate angeraten?

Zahnimplantate sind nicht nur in Hamburg das bevorzugte Verfahren, um eine Teil- oder Vollprothese zu unterstützen oder fehlende Zähne zu ersetzen. Konkret stellen sie künstliche Zahnwurzeln dar, die äußerlich oft mit einem “Dübel” verglichen werden und direkt im Kieferknochen verankert werden. Die wurzel- oder zylinderförmigen Implantate setzen sich aus drei Teilen zusammen und bestehen aus Keramik oder Titan. Innerhalb einer bestimmten Einheilphase wachsen sie in den Kieferknochen fest. Ihr Zahnarzt in Hamburg wird anschließend den eigentlichen Zahnersatz (z.B. eine Krone) auf ihnen befestigen.

Ist die Behandlung mit Schmerzen verbunden?

In der Regel wird das Einsetzen der Zahnimplantate in lokaler Betäubung – auf Wunsch auch unter Anglosedierung im Halbschlaf – in der Praxis in Hamburg durch einen Narkosearzt durchgeführt. Der Eingriff an sich verläuft auf diese Weise völlig schmerzfrei, wobei im Anschluss an die Behandlung mit Schwellungen und gegebenenfalls mit etwas Schmerzen gerechnet werden sollte. Hierfür verschreibt der Zahnarzt entsprechende Medikamente. Falls Sie berufstätig sind, werden Sie vom Zahnarzt auch einige Tage krankgeschrieben. Die verwendeten Zahnimplantate sind gut körperverträglich und es sind bis heute keine allergischen Reaktionen bekannt.

 

Wie lange kann das Implantat getragen werden?

Ist die Einheilphase gut überstanden, können Sie davon ausgehen, dass ein Zahnimplantat die selbe Erhaltungsdauer besitzt, wie ein wurzelbehandelter Zahn. Maßgeblich für die Liegedauer ist neben der Knochensituation auch die Zahnpflege sowie die richtige Belastung. Zahnimplantate haben eine unbegrenzte Lebensdauer, wobei jedoch gerade eine angemessene Hygiene eine essentielle Voraussetzung hierfür darstellt.

Benötigen Implantate eine besondere Pflege?

Hygiene spielt auch bei Zahnimplantate eine außerordentlich wichtige Rolle. Denn mangelnde Pflege kann bei Implantatträgern über eine bakterielle Infektion des Zahnfleisches zu einer gefährlichen Peri-Implantitis führen. Konkret entsteht diese dadurch, dass sich an den Implantaten bakterielle Beläge ablegen, wodurch ein Biofilm entsteht. Hierauf reagiert das Zahnfleisch mit der Zeit entzündlich (sog. Mukositis). Auf Dauer geht eine unbehandelte Peri-Implantitis mit einem Rückgang von Knochen und Schleimhaut im Bereich der künstlichen Zahnwurzel und schließlich mit einem Verlust des Implantates einher. Nur mit einer gründlichen Zahnreinigung können Sie dieser Erkrankung wirkungsvoll begegnen und brauchen nicht einen dringenden Termin bei Ihrem Zahnarzt in Hamburg zu vereinbaren.

Welche Vorteile haben Implantate gegenüber Brücken?

Einiges spricht für den implantatgetragenen Zahnersatz. Gerade im Vergleich zu einer Brücke können die Zahnimplantate folgende Vorteile ausspielen:

– ersetzt fehlende Zähne natürlich und unauffällig, zumal dieser unmittelbar im Kiefer und nicht an den Zahnwänden befestigt wird
– benachbarte und gesunde Zähne brauchen nicht abgeschliffen zu werden, während bei Brücken nicht selten viel Zahnsubstanz geopfert werden muss
– die feste Verankerung eines Implantats ist selbst dann möglich, wenn es keine natürliche Befestigungsmöglichkeit gibt
– Brücken können wackeln oder verrutschen und bieten nicht einen so festen Sitz wie das im Knochen fest verankerte Implantat
– gerade bei Lücken am hinteren Ende der Zahnreihe bieten Implantate eine höher Stabilität und mehr Komfort
– Brücken werden im Gegensatz zu Implantaten aufgrund freischwebender Brückenglieder bzw. Halteelemente oft als Fremdkörper empfunden
– oft schimmert bei einer Brücke mit Metallgerüst der dunkle Kronenrand durch die Schleimhaut, während ein Implantat Funktionalität und Ästhetik ideal vereint

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11 Responses to Einmal erwischt es jeden! Zahnimplantate!

  1. implantate.infos sagt:

    Hallo! vielen Dank für diesen sehr hilfreichen Artikel über Implantate. Ich bin sehr erleichtert das der Eingriff schmerzfrei ist, denn das war meine größte Sorge. Lg

  2. Luise Hanson sagt:

    Interessant, dass ein Implantat eine sehr viel längere Lebensdauer hat als eine Krone. Ich wünsche mir ein ganz natürliches Tragegefühl und da ist so eine Prothese wirklich die beste Variante. Gut zu wissen, dass hier eine intensive Zahnreinigung erforderlich ist, um die Tragedauer sogar noch erheblich zu verlängern.

  3. Ester Diemer sagt:

    Da ich bereits zwei Tattoos gestochen bekommen habe, hoffe ich, dass das Setzen des Implantats vertragbar sein wird. Vielen Dank daher, dass Sie darauf eingehen, wie stark die Schmerzen einer Behandlung sind. Vor allem in Kombination mit einer lokalen Betäubung haben Sie mir nun die Angst vor dem Eingriff genommen.

  4. Vielen Dank dafür, dass Sie mir ein wenig die Angst vor dem nächsten Zahnarztbesuch nehmen. Ich habe schon länger keine größere Prozedur anstehen gehabt und das Setzen meines ersten Implantats klingt schon recht beängstigend. Nun weiß ich ja aber, dass die Narkose die Behandlung schmerzfrei macht, da kann ich mich ein wenig entspannen.

  5. Stefan Tiez sagt:

    Hallo Michel,
    ich kann deine Befürchtungen bzgl. der OP. verstehen. Mir wurde der Eingriff einmal gut erklärt. Das Einbringen des Implantats ist schon eine massive Sache. Man kann sich kaum vorstellen das ein solcher Eingriff eine Kleinigkeit sein soll.
    Mir wurde jedoch aus vertrauenswürdiger und professioneller Quelle glaubhaft versichert das die Schmerzen unter Gabe von Schmerzmitteln durchaus erträglich sein sollen.
    LG
    Stefan

  6. Mandy Murr sagt:

    Vielen Dank dafür, dass Sie darauf eingehen, inwieweit ein Zahnimplantat auch mit Schwerzen verbunden ist. Es freut mich zu hören, dass die Behandlung erst nach Wirkung einer lokalen Betäubung geschieht, so sollte die OP an sich eigentlich unkompliziert erfolgen. Die Schmerzen/Schwellungen, die Sie im Nachgang erwähnen, machen mir da schon mehr Sorgen… aber da sind noch viel empfindlichere Leute mit fertig geworden.

  7. Mandy Murr sagt:

    Ich hatte ja immer gehofft, dass Sie keine Recht haben oder ich die Ausnahme bin. Denn auch mich hat es nun erwischt und ich werde nächsten Monat ein Zahnimplantat bekommen – wäre ich doch häufiger zum Zahnarzt gegangen! Danke daher, dass Sie auch beschreiben, ob die Behandlung mit Schmerzen verbunden ist, denn davor habe ich am meisten Angst – mit einer Narkose bin ich aber natürlich beruhigt.

  8. Neeltje sagt:

    Interessant, dass Implantate in der Rege unter örtlicher Betäubung eingesetzt werden. Ich habe auch bald die Operation, denn mein Backenzahn musste gezogen werden. Ich hoffe, dass ich unter der örtlichen Betäubung nicht zu viel mitbekomme und alles gut geht.

  9. Hans Brandt sagt:

    Mein Vater hatte starke Schmerzen nach dem Einsetzen seiner Zahnimplantate. Aber es war mit einer Infektion des Zahnfleisches verbunden. Ich denke, dass in normalen Zeiten die Schmerzen nicht so stark sind.

  10. Toni Krause sagt:

    Mein Onkel wir ein Implantat gesetzt bekommen. Danke für den Tipp, dass auch ein hochwertiger Zahnersatz richtig gepflegt werden muss. Ich werde ihm sagen, dass eine gründliche Zahnreinigung weiterhin sehr wichtig ist.

  11. Neeltje sagt:

    Interessant, dass die Hygiene bei Implantaten im Mundbereich noch wichtiger ist, als sonst. Ich habe bald einen Termin bei einem Zahnarzt, der auf Implantologie spezialisiert ist. Ich freue mich schon auf mein Zahnimplantat, aber ich möchte vorher genau durchsprechen, wie ich mich dann mit dem eingesetzten Implantat verhalten muss.

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